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Portfolio: deine Projekte in Fallstudien verwandeln

6 Minuten · 8 Schritte · Workout 1 von 6 in diesem Modul

Was du danach kannst

Am Ende dieses Workouts kannst du ein Übungsprojekt wie deine Funnel-Map oder deine Persona-Karten in eine einseitige Fallstudie verwandeln, die ein Hiring Manager in zwei Minuten lesen kann.

Ein erster Blick: Eine Fallstudie, keine Galerie

Ein Portfolio ist keine Galerie hübscher Ergebnisse. Es ist eine Sammlung kurzer Fallstudien, und jede beantwortet dieselben fünf Fragen: Was war die Ausgangslage? Was war das Problem? Was hast du getan? Was hat sich verändert? Was würdest du als Nächstes tun? Die Projekte, die du bei FunnelGym abgeschlossen hast, passen bereits in diese Form. Deine Funnel-Map hat eine schwächste Phase (das Problem) und zwei Verbesserungsideen (was du tun würdest). Deine Persona-Karten haben Belege aus Bewertungen (was du getan hast) und ein Wertversprechen (das Ergebnis). Sag klar, dass es Übungsprojekte für eine fiktive Marke sind. Ehrlichkeit kostet dich hier nichts; bewertet wird das Denken, und ein gekennzeichnetes Übungsprojekt ist viel stärker als eine vage Behauptung über „echte Erfahrung“.

Beispiel: Titel: „Northpack: das Leck im Funnel eines Rucksack-Shops finden (Übungsprojekt)“. Problem: 3,2 % der Besucher legen etwas in den Warenkorb, aber nur 1,6 % schließen den Kauf ab. Ergebnis: zwei Checkout-Fixes vorgeschlagen, mit geschätzter Steigerung.

Was dieses Workout abdeckt

  1. Eine Fallstudie, keine Galerie
  2. Fall: Welches Projekt kommt auf die Startseite?
  3. Zeig die Entscheidung, nicht die Klicks
  4. Fall: Die Ehrlichkeitsfrage

Eine Frage aus diesem Workout: Die Ehrlichkeitsfrage

Ein Freund schlägt vor, dass du deine Northpack-Funnel-Map als Arbeit für „einen Online-Handelskunden“ präsentierst und das Wort „Übungsprojekt“ weglässt, weil „das niemand prüft“. Dein geschätztes Ergebnis (1,6 % → 2,2 %) war eine Prognose, kein gemessenes Resultat.

Was machst du?

  1. Den Rat annehmen; jedes Portfolio übertreibt ein bisschen
  2. Es als Übungsprojekt für eine fiktive Marke kennzeichnen und das Ergebnis als Schätzung markieren, mit sichtbaren Annahmen
  3. Das Projekt ganz entfernen, weil Übungsprojekte nicht zählen
  4. „Kunde“ stehen lassen, aber die Zahlen löschen, damit niemand sie hinterfragen kann

Entscheide dich zuerst und öffne dann die Begründung.

Antwort und Begründung anzeigen

Antwort: B. Es als Übungsprojekt für eine fiktive Marke kennzeichnen und das Ergebnis als Schätzung markieren, mit sichtbaren Annahmen

Interviewer stellen Nachfragen, und ein erfundener Kunde bricht bei der zweiten Frage zusammen. Ein klar gekennzeichnetes Übungsprojekt mit sichtbaren Annahmen zeigt genau das Denken, das sie sehen wollen. Der häufigste Fehler ist die dritte Option: das Projekt wegzulassen. Hiring Manager wissen, dass Berufseinsteiger Übungsarbeiten haben; sie prüfen, ob die Argumentation trägt.

Die anderen Schritte funktionieren genauso: Erst entscheidest du, dann siehst du, warum jede Option richtig oder falsch ist.

So übst du hier

  • 2 kurze Konzeptkarten
  • 2 Multiple-Choice-Fragen
  • 2 Kampagnenfälle mit realistischen Zahlen
  • 1 Sortierübung
  • 1 geführte Berechnung

Teil des Moduls: Portfolio, Lebenslauf und Vorstellungsgespräche

Beweise einem Recruiter, was du gelernt hast: ein Projektportfolio, ein ATS-freundlicher Lebenslauf, ein LinkedIn-Profil und Übung für Case-Interviews.

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