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Das Case-Interview: „Wie würdest du dieses Budget ausgeben?“
7 Minuten · 9 Schritte · Workout 4 von 6 in diesem Modul
Was du danach kannst
Am Ende dieses Workouts kannst du einen Budgetaufteilungs-Case laut durcharbeiten: das Ziel klären, die Kosten pro Bestellung je Kanal schätzen, eine Aufteilung vorschlagen, das erwartete Ergebnis nennen und die Risiken benennen.
Ein erster Blick: Die fünf Züge eines Budget-Cases
Jeder Budget-Case folgt denselben fünf Zügen. Eins: Ziel und Einschränkung klären (welches Ergebnis, zu welchen Kosten, bis wann). Zwei: die Optionen auslegen, meist Kanäle, und was du über jeden weißt. Drei: Zahlen daransetzen; die erwarteten Kosten pro Bestellung sind die wichtigste, und das sind einfach die Kosten pro Klick geteilt durch die Conversion-Rate. Vier: eine Aufteilung vorschlagen und sagen, welches Ergebnis du davon erwartest. Fünf: die Risiken benennen und was du zuerst testen würdest. Sprich die Züge beim Durchgehen laut aus: „Zuerst will ich das Ziel klar haben ...“. Die Interviewerin benotet nicht die endgültige Aufteilung; sie benotet, ob du mit Begründungen dorthin kommst. Sei vorsichtig mit der ersten Zahl, die du sagst: Sie verankert das ganze Gespräch, für dich und für die Interviewerin. Nenn Zahlen, wenn du sie aus den Daten hergeleitet hast, nicht vorher.
Beispiel: „Bevor ich irgendetwas aufteile: Geht es um Bestellungen zu einem Zielpreis oder um Wachstum bei Neukunden? Und haben wir Kosten pro Klick und Conversion-Rate je Kanal aus dem letzten Quartal?“
Was dieses Workout abdeckt
- Die fünf Züge eines Budget-Cases
- Fall: Der Northpack-Case: die Daten
- Fall: Die Aufteilung vorschlagen
Eine Frage aus diesem Workout: Der Northpack-Case: die Daten
Interviewerin: „Gute Fragen. Das Ziel sind Bestellungen zu höchstens $40 pro Bestellung. Das wissen wir aus dem letzten Quartal. Die Suchnachfrage ist begrenzt: Ab etwa $8.000 im Monat steigen die Kosten pro Klick bei Search schnell.“
- Monatsbudget
- $20.000
- Zielkosten pro Bestellung
- höchstens $40
- Google Search
- $1,20 pro Klick, 3,0 % Conversion, Nachfrage deckelt bei etwa $8.000/Monat
- Meta Advantage+
- $0,60 pro Klick, 1,2 % Conversion
- TikTok
- $0,40 pro Klick, 0,5 % Conversion
Was berechnest du als Erstes, bevor du irgendetwas aufteilst?
- Welcher Kanal den günstigsten Klick hat; dorthin geht das Geld
- Die erwarteten Kosten pro Bestellung für jeden Kanal: Kosten pro Klick ÷ Conversion-Rate
- Die maximal möglichen Klicks, wenn das ganze Budget in einen Kanal ginge
- Den Durchschnitt der drei Conversion-Rates
Entscheide dich zuerst und öffne dann die Begründung.
Antwort und Begründung anzeigen
Antwort: B. Die erwarteten Kosten pro Bestellung für jeden Kanal: Kosten pro Klick ÷ Conversion-Rate
Das Ziel ist in Kosten pro Bestellung formuliert, also rechnest du zuerst jeden Kanal in diese Einheit um. Günstige Klicks mit niedriger Conversion-Rate können die teuersten Bestellungen sein. Der häufigste Fehler ist, den günstigsten Klick zu wählen. TikToks Klick für $0,40 sieht großartig aus, bis du durch 0,5 % teilst.
Die anderen Schritte funktionieren genauso: Erst entscheidest du, dann siehst du, warum jede Option richtig oder falsch ist.
So übst du hier
- 1 kurze Konzeptkarte
- 2 Multiple-Choice-Fragen
- 2 Kampagnenfälle mit realistischen Zahlen
- 1 Sortierübung
- 2 geführte Berechnungen
- 1 Wiederholungsfrage aus einem früheren Workout
Teil des Moduls: Portfolio, Lebenslauf und Vorstellungsgespräche
Beweise einem Recruiter, was du gelernt hast: ein Projektportfolio, ein ATS-freundlicher Lebenslauf, ein LinkedIn-Profil und Übung für Case-Interviews.
Weitere Workouts in diesem Modul
- Portfolio: deine Projekte in Fallstudien verwandeln
- Ein Marketing-Lebenslauf: schreib Ergebnisse, keine Aufgaben
- Dein LinkedIn-Profil für Recruiter einrichten
- Take-Home-Aufgaben: Struktur und Präsentation
- Jobangebote: Gehaltsrecherche und Verhandlung
Programme mit diesem Workout