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Kanäle mit knappem Budget auswählen

6 Minuten · 9 Schritte · Workout 6 von 6 in diesem Modul

Was du danach kannst

Am Ende dieses Workouts kannst du für ein kleines Budget zwei oder drei Kanäle danach auswählen, wo Nachfrage schon existiert, das Budget nach Kosten pro Bestellung aufteilen und für jeden Kanal eine Kennzahl und eine Entscheidungsregel festlegen.

Ein erster Blick: Fünf Regeln für die Kanalwahl, wenn das Geld knapp ist

Erstens: Geh zuerst dorthin, wo Nachfrage schon existiert. Wenn Menschen nach dem suchen, was du verkaufst („coffee near me“, „laptop rucksack“), fangen Such- und Maps-Anzeigen Käufer zu den niedrigsten Kosten pro Bestellung ein. Wenn du ein Produkt verkaufst, nach dem noch niemand sucht, muss Social die Nachfrage erst schaffen. Zweitens: Wähle den Kanal passend zur Funnel-Stufe, die dir fehlt. Niemand kennt dich? Awareness-Kanal. Viele Besucher, wenige Bestellungen? Erst die Website reparieren, bevor du mehr Traffic kaufst. Drittens: Weniger Kanäle, dafür gut gemacht. Zwei bezahlte Kanäle plus ein eigener Kanal reichen für die meisten kleinen Unternehmen. Viertens: Gib jedem Kanal eine Kennzahl und eine Entscheidungsregel, bevor du Geld ausgibst: „Kosten pro Bestellung unter $25 innerhalb von 30 Tagen, sonst streichen wir ihn.“ Fünftens: Automatisierte Kampagnen wie Performance Max und Advantage+ brauchen Conversion-Daten zum Lernen, also richte das Tracking (GA4, das Meta-Pixel oder die Conversions API) vor dem ersten Dollar ein, sonst rät der Algorithmus.

Beispiel: Die neue Filiale von Corner Coffee: Google lokale Suche und Maps-Anzeigen (Nachfrage existiert), eine geografisch eingegrenzte Instagram-Kampagne im Umkreis von einer Meile (Awareness) und die SMS-Liste der App (Owned). 90 Tage lang nichts anderes.

Was dieses Workout abdeckt

  1. Fünf Regeln für die Kanalwahl, wenn das Geld knapp ist
  2. Fall: Wohin gehen die ersten $1.000?
  3. Typische Start-Mixe nach Geschäftstyp

Eine Frage aus diesem Workout: Wohin gehen die ersten $1.000?

Corner Coffee hat gerade seine zweite Filiale eröffnet, zwei Blocks von einem Pendlerbahnhof entfernt. Noch kennt sie niemand im Viertel. Das Marketingbudget beträgt $1.000 im Monat. Eine Agentur hat eine TikTok-Creator-Kampagne vorgeschlagen; der Neffe des Gründers sagt, auf Amazon kaufe doch jeder; ein Freund empfiehlt eine landesweite Meta-Kampagne, um „die Marke aufzubauen“.

Monatliche Suchen nach „coffee near me“ im Umkreis von 1 Meile
etwa 9.000
Instagram-Nutzer im Umkreis von 1 Meile
etwa 40.000
Angebot für TikTok-Creator-Kampagne
$1.200 für ein Video
Durchschnittliche Bestellung
$7
Besuche eines Stammkunden pro Monat
12

Welchen Plan wählst du für die ersten 90 Tage?

  1. Die TikTok-Creator-Kampagne. Erst Awareness, dann folgt alles andere
  2. Google lokale Suche und Maps-Anzeigen für „coffee near me“ im Umkreis von einer Meile, eine kleine geografisch eingegrenzte Instagram-Kampagne und die Gratis-Gebäck-Anmeldung in der App. Landesweite Anzeigen, Amazon und das Creator-Video weglassen
  3. Eine landesweite Meta-Kampagne, weil eine Marke überall bekannt sein muss
  4. Kaffeebohnen auf Amazon listen, damit das Café dort gefunden wird

Entscheide dich zuerst und öffne dann die Begründung.

Antwort und Begründung anzeigen

Antwort: B. Google lokale Suche und Maps-Anzeigen für „coffee near me“ im Umkreis von einer Meile, eine kleine geografisch eingegrenzte Instagram-Kampagne und die Gratis-Gebäck-Anmeldung in der App. Landesweite Anzeigen, Amazon und das Creator-Video weglassen

Neuntausend Menschen im Monat in Gehweite suchen bereits nach Kaffee. Das ist bestehende Nachfrage zu den niedrigstmöglichen Kosten pro Bestellung. Instagram im Umkreis von einer Meile schafft Awareness bei Menschen, die tatsächlich reinkommen können, und die Anmeldung macht aus ihnen Stammkunden, die $84 im Monat wert sind. Der häufigste Fehler ist das Creator-Video: $1.200 sind mehr als das gesamte Budget, und Views von Menschen im ganzen Land können keinen Kaffee zwei Blocks vom Bahnhof kaufen. Ein lokales Geschäft braucht lokale Aufmerksamkeit.

Die anderen Schritte funktionieren genauso: Erst entscheidest du, dann siehst du, warum jede Option richtig oder falsch ist.

So übst du hier

  • 2 kurze Konzeptkarten
  • 3 Multiple-Choice-Fragen
  • 1 Kampagnenfall mit realistischen Zahlen
  • 2 geführte Berechnungen
  • 1 Wiederholungsfrage aus einem früheren Workout

Teil des Moduls: Die digitale Kanalkarte

Suche, Social Media, Marktplätze, E-Mail und Messaging: wofür jeder Kanal gut ist und wo deine Kunden wirklich ihre Zeit verbringen.

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