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Marktplätze: wo viele Käufer starten (Amazon, Etsy, eBay)

6 Minuten · 8 Schritte · Workout 4 von 6 in diesem Modul

Was du danach kannst

Am Ende dieses Workouts kannst du berechnen, was dir ein Marktplatzverkauf nach Gebühren wirklich übrig lässt, erklären, was du im Vergleich zum eigenen Shop gewinnst und aufgibst, und auf einen Preiskampf reagieren, ohne mitzumachen.

Ein erster Blick: Ein volles Schaufenster, das du mietest

Marktplätze wie Amazon, Etsy, eBay und Walmart geben dir drei Dinge, die ein neuer Shop nicht schnell aufbauen kann: Käufer mit Kaufabsicht, die schon da sind, Vertrauen (der Kunde vertraut dem Marktplatz, nicht dir) und Logistik (Amazons FBA lagert und versendet für dich). Im Gegenzug zahlst du Gebühren auf jeden Verkauf (Amazons Verkaufsgebühr liegt in den meisten Kategorien bei etwa 15 %, plus Versandgebühren; Etsy berechnet eine Transaktionsgebühr plus Zahlungsabwicklung), du konkurrierst auf derselben Seite wie alle anderen, und du bekommst den Kunden nicht: keine E-Mail, keine Möglichkeit, ihn außerhalb der Plattform anzuschreiben, und Regeln dafür, was du ins Paket legen darfst. Amazon passt zu Massenmarkt-Produkten; Etsy passt zu Handgemachtem, Vintage und Sonderanfertigungen; eBay passt zu Gebrauchtwaren, Ersatzteilen und Sammlerstücken. Ein Marktplatz ist ein schneller Weg zu Verkäufen und ein langsamer Weg, eine Marke aufzubauen.

Beispiel: Northpacks Amazon-Listing verkauft dreimal so viele Stück wie die eigene Website, aber Northpack kennt die Namen von null Amazon-Käufern. Die eigene Website verkauft weniger und kennt jeden einzelnen.

Was dieses Workout abdeckt

  1. Ein volles Schaufenster, das du mietest
  2. Fall: Ein Wettbewerber unterbietet dich um $10
  3. Marktplatz-Suche funktioniert wie Google, plus Bewertungen

Eine Frage aus diesem Workout: Ein Wettbewerber unterbietet dich um $10

Northpacks Amazon-Listing lief stabil, bis ein neuer Verkäufer einen ähnlichen Rucksack für $69 auf den Markt brachte. Northpacks Verkäufe sind in drei Wochen um 30 % gefallen. Der erste Impuls des Gründers ist, den Preis auf $65 zu senken.

Northpack: Preis / Bewertungen / Sterne
$79 / 40 Bewertungen / 4,6
Wettbewerber: Preis / Bewertungen / Sterne
$69 / 1.900 Bewertungen / 4,3
Northpack-Listing: Fotos / A+ Content
3 Fotos / keiner
Northpack Conversion-Rate
6 % → 4,2 %
Gewinn pro Bestellung bei $79
$21

Was ist der erste Schritt?

  1. Auf $65 mitgehen. Auf Amazon gewinnt immer der niedrigste Preis
  2. Zuerst das Listing reparieren: 7 Fotos inklusive Laptopfach und Regentest, A+ Content, eine Vergleichstabelle, und bei jeder Bestellung Amazons „Bewertung anfordern“ nutzen, um die Bewertungslücke zu schließen. Den Preis halten
  3. Amazon verlassen. Gegen 1.900 Bewertungen anzutreten ist unmöglich
  4. Eine kostenlose Trinkflasche dazupacken und den Preis auf $89 erhöhen

Entscheide dich zuerst und öffne dann die Begründung.

Antwort und Begründung anzeigen

Antwort: B. Zuerst das Listing reparieren: 7 Fotos inklusive Laptopfach und Regentest, A+ Content, eine Vergleichstabelle, und bei jeder Bestellung Amazons „Bewertung anfordern“ nutzen, um die Bewertungslücke zu schließen. Den Preis halten

Die Käuferin entscheidet nicht allein nach Preis; sie wählt zwischen einem Listing mit 1.900 Bewertungen und einem mit 40 und drei Fotos. Bessere Fotos, A+ Content und ein stetiger Fluss an Bewertungen heben die Conversion-Rate, ohne die Marge anzutasten, und eine höhere Conversion-Rate verbessert auch dein Ranking. Der häufigste Fehler ist, den Preis zu senken. Bei $65 würdest du etwa $7 pro Bestellung verdienen und hättest immer noch 40 Bewertungen. Ein Preiskampf ist der eine Kampf, den der Verkäufer mit mehr Bewertungen immer gewinnt.

Die anderen Schritte funktionieren genauso: Erst entscheidest du, dann siehst du, warum jede Option richtig oder falsch ist.

So übst du hier

  • 2 kurze Konzeptkarten
  • 2 Multiple-Choice-Fragen
  • 1 Kampagnenfall mit realistischen Zahlen
  • 2 geführte Berechnungen
  • 1 Wiederholungsfrage aus einem früheren Workout

Teil des Moduls: Die digitale Kanalkarte

Suche, Social Media, Marktplätze, E-Mail und Messaging: wofür jeder Kanal gut ist und wo deine Kunden wirklich ihre Zeit verbringen.

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