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Social Media: Nachfrage schaffen

6 Minuten · 8 Schritte · Workout 3 von 6 in diesem Modul

Was du danach kannst

Am Ende dieses Workouts kannst du erklären, warum Social Media anders funktioniert als Suche, die Plattform auswählen, die zu einem Produkt passt, und eine Social-Kampagne nach Kosten pro Bestellung statt nach Likes beurteilen.

Ein erster Blick: Social schafft Nachfrage, und dein Creative ist das Targeting

Auf Social-Plattformen (Instagram, Facebook, TikTok, YouTube Shorts, Pinterest, LinkedIn für B2B) sind Menschen, um unterhalten zu werden oder Freunde zu sehen, nicht um einzukaufen. Das macht Social zum Kanal für Menschen, die noch nicht wissen, dass sie dich brauchen. Zwei Dinge gelten 2026. Erstens: Die organische Reichweite ist klein. Ein Post erreicht typischerweise ein paar Prozent deiner Follower, also sind Follower kein Verteilkanal. Mit Paid Social erreichst du tatsächlich Menschen. Zweitens: Plattformen wie Meta Advantage+ und das automatisierte Targeting von TikTok ignorieren deine Zielgruppeneinstellungen weitgehend und lernen daraus, wer bei deiner Anzeige stehen bleibt. Das Video und die erste Zeile entscheiden also, wer sie sieht. Gutes Social-Creative zeigt das Problem in den ersten zwei Sekunden, in den Worten der Zuschauerin, und sieht aus wie etwas, das ein Mensch posten würde, nicht eine Marke.

Beispiel: Die erfolgreichste Anzeige von Green Garden Skincare ist ein Handyvideo, in dem jemand um 15 Uhr glänzende Foundation abwischt, mit der Zeile „Wenn deine Feuchtigkeitscreme dich bis zum Mittag ölig macht“. Kein Logo bis zur letzten Sekunde.

Was dieses Workout abdeckt

  1. Social schafft Nachfrage, und dein Creative ist das Targeting
  2. Fall: 900.000 Views, 22 Bestellungen
  3. Warum Creator-Content funktioniert: Social Proof
  4. Fall: Ein großer Creator oder drei kleine?

Eine Frage aus diesem Workout: 900.000 Views, 22 Bestellungen

Ein TikTok von Green Garden Skincare über das Schichten von Serum ging ohne Werbeausgaben viral. Das Team streitet: Eine Person sagt, es war ein riesiger Erfolg, eine andere sagt, es war Zeitverschwendung, weil es kaum etwas verkauft hat.

Views
900.000
Likes
40.000
Link-Klicks
3.100
Bestellungen
22
Werbeausgaben
$0

Was ist wirklich passiert, und was ist der nächste Schritt?

  1. Das Video ist gescheitert. Keine Bildungsinhalte mehr, stattdessen Produktfotos posten
  2. Awareness hat funktioniert, Conversion nicht. Die 3.100 Besucher und die Video-Zuschauer mit einem Angebot retargeten, einen Kommentar mit Link anpinnen und E-Mails sammeln, damit die Aufmerksamkeit nicht verpufft
  3. Es war ein voller Erfolg. $5.000 als Anzeige hinter dasselbe Video legen und proportionale Verkäufe erwarten
  4. Den Link aus der Bio entfernen, weil Leute von TikTok aus offensichtlich nicht klicken

Entscheide dich zuerst und öffne dann die Begründung.

Antwort und Begründung anzeigen

Antwort: B. Awareness hat funktioniert, Conversion nicht. Die 3.100 Besucher und die Video-Zuschauer mit einem Angebot retargeten, einen Kommentar mit Link anpinnen und E-Mails sammeln, damit die Aufmerksamkeit nicht verpufft

Ein viraler View ist ein Fremder, der dich einmal sieht. 22 Bestellungen für $0 sind okay, aber der echte Wert sind die 900.000 Menschen, die die Marke jetzt kennen, und die 3.100, die die Seite besucht haben. Das ist eine warme Zielgruppe, die du günstig zurückholen kannst. Der häufigste Fehler ist, ein Top-of-Funnel-Video nur nach Bestellungen zu beurteilen und das Format zu beerdigen. Das Video hat seinen Job gemacht; der nächste Schritt hat gefehlt.

Die anderen Schritte funktionieren genauso: Erst entscheidest du, dann siehst du, warum jede Option richtig oder falsch ist.

So übst du hier

  • 2 kurze Konzeptkarten
  • 2 Multiple-Choice-Fragen
  • 2 Kampagnenfälle mit realistischen Zahlen
  • 1 Zuordnungsübung
  • 1 geführte Berechnung

Teil des Moduls: Die digitale Kanalkarte

Suche, Social Media, Marktplätze, E-Mail und Messaging: wofür jeder Kanal gut ist und wo deine Kunden wirklich ihre Zeit verbringen.

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