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Der Hook: Menschen schon in der ersten Zeile stoppen
6 Minuten · 8 Schritte · Workout 1 von 6 in diesem Modul
Was du danach kannst
Am Ende dieses Workouts kannst du eine erste Zeile schreiben, die die richtige Person stoppt, die fünf Hook-Typen erkennen und an CTR und CPC ablesen, ob ein Hook funktioniert.
Ein erster Blick: Der Hook hat genau einen Job
Der Hook ist die erste Zeile deiner Anzeige oder die ersten zwei Sekunden deines Videos. Er hat genau einen Job: sich die nächste Zeile verdienen. Er muss nicht verkaufen, nichts erklären und keine Eigenschaften aufzählen. Er muss eine bestimmte Person dazu bringen, „das bin ich“ oder „Moment, was?“ zu denken. Die Leute entscheiden in etwa einer Sekunde, ob sie weiterlesen, deshalb wird im Hook der größte Teil deines Budgets gewonnen oder verloren. Wenn der Hook scheitert, wird der beste Haupttext der Welt nie gelesen.
Beispiel: Die App-Anzeige von Corner Coffee: „Um 8:15 immer noch in der Schlange für deinen Kaffee?“ Die Person, die um 8:15 in dieser Schlange steht, bleibt hängen. Alle anderen scrollen weiter, und das ist völlig okay.
Was dieses Workout abdeckt
- Der Hook hat genau einen Job
- Fall: Zwei erste Zeilen, sonst alles gleich
- Hook-Fehler, die dich den Scroll kosten
- Fall: Das Video, das niemand länger als zwei Sekunden geschaut hat
Eine Frage aus diesem Workout: Zwei erste Zeilen, sonst alles gleich
Green Garden Skincare hat zwei Meta-Anzeigen für seine Feuchtigkeitscreme Balance geschaltet. Gleiches Video, gleiche Zielgruppe, gleiches Budget, gleiches Angebot. Nur die erste Zeile war anders. Anzeige A begann mit „Natürliche Hautpflege für strahlende Haut“. Anzeige B begann mit „Um 14 Uhr schon fettig? Eine Feuchtigkeitscreme, die nicht glänzt.“
- Anzeige A Click-through-Rate (CTR)
- 0,9 %
- Anzeige A Kosten pro Klick (CPC)
- $1,10
- Anzeige B Click-through-Rate (CTR)
- 1,8 %
- Anzeige B Kosten pro Klick (CPC)
- $0,60
Was sagen dir diese Zahlen, und was machst du als Nächstes?
- Zufall. Zwei Anzeigen reichen nicht für eine Entscheidung; erst mal fünf weitere Motive testen
- Anzeige A ist sicherer, weil sie mehr Menschen anspricht. Beide mit gleichem Budget weiterlaufen lassen
- Der Hook von Anzeige B benennt ein konkretes Problem, deshalb klicken die richtigen Leute öfter. Der höhere CTR hat auch den CPC gesenkt. Das Budget auf B verschieben und neue Hooks dagegen testen
- Anzeige B ist zu eng. Umschreiben, sodass jeder Hauttyp erwähnt wird, damit sich niemand ausgeschlossen fühlt
Entscheide dich zuerst und öffne dann die Begründung.
Antwort und Begründung anzeigen
Antwort: C. Der Hook von Anzeige B benennt ein konkretes Problem, deshalb klicken die richtigen Leute öfter. Der höhere CTR hat auch den CPC gesenkt. Das Budget auf B verschieben und neue Hooks dagegen testen
Das Einzige, was sich geändert hat, ist die erste Zeile, und der CTR hat sich verdoppelt. Ein konkretes Problem stoppt die Person, die dieses Problem hat. Meta und Google belohnen Anzeigen mit mehr Engagement mit günstigeren Klicks, deshalb hat sich auch der CPC fast halbiert. Der häufigste Fehler ist die zweite Option: „spricht mehr Menschen an“ klingt sicher, aber die Zahlen zeigen, dass die vage Zeile weniger Menschen gestoppt hat, nicht mehr. Breit und vage ist die teure Wahl.
Die anderen Schritte funktionieren genauso: Erst entscheidest du, dann siehst du, warum jede Option richtig oder falsch ist.
So übst du hier
- 2 kurze Konzeptkarten
- 2 Multiple-Choice-Fragen
- 2 Kampagnenfälle mit realistischen Zahlen
- 1 Zuordnungsübung
- 1 geführte Berechnung
Teil des Moduls: Grundlagen des Anzeigentextens
Texte, die schon in der ersten Zeile Aufmerksamkeit erzeugen, einen Nutzen verkaufen und zum Handeln bewegen: Hook, Haupttext, CTA und Formeln, die funktionieren.
Weitere Workouts in diesem Modul
- Verkaufe Nutzen, nicht Eigenschaften
- AIDA und PAS: zwei Formeln, die funktionieren
- Einen Call to Action (CTA) schreiben
- Gleiche Botschaft, andere Plattform: Google, Meta, TikTok, Marktplätze
- Werberichtlinien und Regeln zur Werbewahrheit
Programme mit diesem Workout